Interviews für die Bachelor- oder Masterarbeit transkribieren

Zehn Interviews sind schnell geführt und langsam abgetippt. Mit automatischer Transkription verschiebt sich die Arbeit vom Tippen zum Gegenlesen. Hier steht, was Sie dafür einplanen sollten und was in den Anhang gehört.

30 Minuten kostenlos transkribieren. Ohne Kreditkarte.

Wie viel Zeit Sie realistisch brauchen

Für das Transkribieren von Hand nennen Dresing und Pehl (2018) das Fünf- bis Zehnfache der Interviewdauer. Zehn Interviews à 45 Minuten bedeuten damit zwischen knapp 40 und 75 Stunden reine Schreibarbeit.

Automatisch erstellte Transkripte nehmen Ihnen das Tippen ab, nicht das Prüfen. Planen Sie für jedes Interview einen Durchgang ein, in dem Sie die Aufnahme mitlaufen lassen und Namen, Fachbegriffe und unklare Stellen korrigieren. Einen Zeitplan für die ganze Auswertung finden Sie im Artikel Zeitplan für die qualitative Auswertung.

Transkriptionsregeln festlegen, bevor Sie anfangen

Verbreitet ist das einfache Transkriptionssystem nach Dresing und Pehl: wörtlich, an die Schriftsprache angepasst und gut lesbar. Ob Ihr Fach mehr Detail verlangt, etwa Pausen, Betonungen oder Dialekt, klären Sie mit Ihrer Betreuung. Wichtig ist, dass die Regeln feststehen und im Methodenteil genannt werden. Die Unterschiede erklärt der Artikel Transkriptionsregeln.

Was in den Anhang gehört

Ob alle Transkripte vollständig in den Anhang müssen oder digital beigelegt werden, regelt Ihre Hochschule. Fragen Sie im Zweifel nach.

  • Pseudonymisierte Transkripte, in denen keine Klarnamen, Orte oder Einrichtungen mehr stehen.
  • Zeilennummern, damit Sie im Text mit „Interview B3, Z. 45“ belegen können. Der Word-Export setzt sie auf Wunsch.
  • Einheitliche Sprecherkürzel, zum Beispiel I für die interviewende Person und B1, B2 für Befragte.
  • Zeitmarken, wenn Ihre Prüfer*innen Stellen in der Aufnahme nachvollziehen sollen.

Den Einsatz automatischer Transkription offenlegen

Schreiben Sie im Methodenteil, womit transkribiert wurde, nach welchen Regeln und wie Sie das Ergebnis geprüft haben. Eine Formulierung, die Sie anpassen können:

Die Interviews wurden mit Einverständnis der Befragten aufgezeichnet und mit Themera automatisch transkribiert. Anschließend wurden alle Transkripte anhand der Aufnahmen vollständig gegengelesen, korrigiert und nach dem einfachen Transkriptionssystem von Dresing und Pehl (2018) vereinheitlicht. Namen, Orte und Einrichtungen wurden vor der Auswertung pseudonymisiert.

Einwilligung und Datenschutz

Holen Sie vor der Aufnahme eine Einwilligung ein, die auch die Transkription durch einen externen Dienst abdeckt, und klären Sie offene Fragen mit der Datenschutzstelle Ihrer Hochschule. Hinweise zur Verarbeitung in Themera finden Sie unter Transkription und Datenschutz.

Häufige Fragen

Ist KI-Transkription in der Abschlussarbeit erlaubt?

Das regeln Ihre Hochschule und Ihre Betreuung. Fragen Sie vorher nach und legen Sie den Einsatz im Methodenteil offen; der Artikel zur Offenlegung von KI hilft beim Formulieren.

Wie werden Stellen aus Transkripten zitiert?

Üblich ist ein Verweis aus Interviewkürzel und Zeilennummer, etwa (B3, Z. 45). Die genaue Form gibt Ihr Zitierleitfaden vor.

Was kostet die Transkription?

Im kostenlosen Zugang sind Transkriptionsminuten zum Ausprobieren enthalten, ohne Kreditkarte. Für eine ganze Arbeit gibt es den einmaligen Thesis-Zugang ohne Abo.

Passend dazu

Zum Weiterlesen

30 Minuten kostenlos transkribieren

Ohne Kreditkarte. Aufnahme hochladen, Transkript prüfen, als Word, Text oder für MAXQDA herunterladen.